Wirtschaftsmediation

Was ist Mediation

Die Mediation ist ein Verfahren, das erfolgreich eingesetzt wird, um unterschiedliche Konflikte außergerichtlich zu lösen. Die Beteiligten werden in die Lage versetzt, selbstbestimmend zukunftsorientierte und rechtsverbindliche Lösungen zu entwickeln, bei denen alle Seiten gewinnen. Dabei werden sie von einem ausgebildeten, neutralen Dritten, dem Mediator, unterstützt. Er fördert den Verständigungsprozess, klärt die Streitpunkte und hilft den Beteiligten, die Interessen und Bedürfnisse zu erkennen.

Im Mittelpunkt steht bei uns die Wirtschaftsmediation. Sie umfasst sowohl innerbetriebliche Konflikte im Unternehmen als auch solche zwischen Unternehmen. Wir können auch auf die Erfahrung aus der Erbmediation und der Familienmediation zurückgreifen. Der Namensgeber der Sozietät, Rechtsanwalt Ekkehard Gerlach, ist ausgebildeter Wirtschaftsmediator (cvm). Die Abkürzung steht für Centrum für Verhandlungen und Mediation, München. Nähere Informationen finden Sie unter www.mucdr.org.

Näheres zur Ausbildung: Zertifikat Wirtschaftsmediator

Ausbildungsseite: www.mediatorenausbildung.org

Konfliktmanagement durch Mediation

„Konflikte in und zwischen Unternehmen gehören zum Alltag des Wirtschaftslebens. Sie bergen ein erhebliches Potential für Kreativität und Innovation, können aber auch Werte vernichten und im Extremfall Existenzen zerstören. Effektives Konfliktlösungsmanagement und langfristiger Unternehmenserfolg gehen Hand in Hand.

Traditionell werden Wirtschaftskonflikte entweder durch direkte Verhandlungen der Beteiligten oder – wenn diese scheitern – durch eine verbindliche Entscheidung eines Dritten beigelegt: Bei betriebsinternen Streitigkeiten ist dies zumeist der gemeinsame Vorgesetzte, in anderen Fällen wird ein Gericht oder Schiedsgericht angerufen. Diese Vorgehensweise führt nicht immer zu interessengerechten Ergebnissen. Sie kostet häufig viel Zeit und Geld, belastet Geschäftsbeziehungen und unternehmensinterne Abläufe oder wirkt sich negativ auf den Ruf des Unternehmens aus.

Die Mediation, also die Vermittlung durch einen Dritten, der keine Entscheidungskompetenz besitzt, vermeidet diese Nachteile. Sie ermöglicht in vielen Fällen eine rasche und kostengünstige Streitbeilegung, die Geschäftsbeziehungen sowie Unternehmensabläufe schont.

Die systematische Anwendung der Mediation in Wirtschaftskonflikten ist neu und stammt aus den USA. Seit den siebziger Jahren beschäftigen sich dort Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen und Praktiker verschiedener Berufsgruppen intensiv mit der Frage, wie sich Vermittlungsprozesse optimieren lassen. Vielen Unternehmen ist es gelungen, durch den Einsatz von Mediation ihre Konfliktbewältigungskosten erheblich zu senken.”

Auszug aus dem Fachbuch „Mediation in der Wirtschaft – Wege zum professionellen Konfliktmanagement”, von Christian Duve, Horst Eidenmüller sowie Andreas Hacke, Verlag Dr. Otto Schmidt sowie Frankfurter Allgemeine Buch.

Harvard-Konzept

Das „Harvard-Konzept” ist ein wichtiger Baustein bei lösungsorientierten Verhandlungen. Es erlaubt auch bei schwierigen Verhandlungen, noch ein positives Verhandlungsergebnis zu erzielen. Ziel des Harvard-Prinzips ist es, Sach- und Beziehungsebene zu trennen, Interessen auszugleichen und Entscheidungsalternativen unter Verwendung neutraler Beurteilungskriterien zu suchen, um so einen Gewinn für alle Beteiligten zu schaffen.

Der übliche Fachbegriff ist „Harvard-Konzept”, was auch der Titel der deutschen Übersetzung von „Getting to a Yes“ ist. Dieser Begriff ist vom Harvard Negotiation Project als Marke registriert.

Lesen Sie dazu auch "Das Harvard-Prinzip" hier.